Nirgendwo?
Die USB-Anbindung ist für Massendaten, die schnell gelesen werden sollen, die zweitschlechteste Lösung (die Anbindung per LAN ist noch langsamer).
Ich verstehe in diesem Zusammenhang nicht so wirklich die Erwartung an die Bibliothek.
Aber vielleicht ist ein Blick auf die wahre Funktion hilfreich:
MP3tag ist ein Programm zum Bearbeiten von Metadaten in passenden Dateien. Der normale Arbeitsablauf geht von "unzutreffende, fehlende Daten" hin zu "komplett richtige Daten". Deshalb muss bei jedem Öffnen von Dateien verglichen werden, ob die Dateien seit der letzten Benutzung von MP3tag geändert wurden oder nicht.
Es wird also nicht erst die MP3tag-eigene Bibliothek geladen und dann beim Zugriff auf eine Datei festgestellt, "ups, gibt es gar nicht mehr" oder "ups, hat ja jetzt ganz andere Daten" - diesen Effekt gibt es nur zu oft in iTunes, VLC, MediaMonkey (Tag-Daten nicht aktuell, da aus Bibliothek gelesen), WMP (fehlende Dateien nicht ausgeblendet). Und bestimmt noch einige Abspieler mehr.
Es ist zwar so, dass, wenn beim Vergleich zwischen Datei und Bibliothek festgestellt wird, dass es keine Änderung gegeben hat, die Daten aus der Bibliothek gelesen werden (und deshalb das wiederholte Einlesen schon schneller gehen müsste als beim ersten Mal), aber es werden wirklich Dateien geladen und nicht Einträge aus einer Bibliothek.
Der prinzipielle Vorteil der Bibliothek kommt für große Sammlungen (ab ca. 80.000 Dateien) zum Tragen, wenn auch diese im Stück geladen werden können, ohne dass der elektrische Speicher aufgebraucht wird und deshalb die Sammlung gestückelt gelesen werden muss.
Um die Frage nach einer möglichen Fehlerursache zu beantworten: ich habe den Eindruck, dass es falsche Vorstellungen von der Arbeitsweise der Bibliothek gibt.