Das Hauptproblem: MP3tag kennt weiterhin nur die Daten der aktuellen Datei. Es findet kein Vergleich aller Felder mit allen anderen Dateien statt.
Selbst der Tracknummern-Assistent sucht sich nicht die Dateien mit demselben Album heraus, sondern vertraut auf eine passende Sortierung.
Eigentlich können wir die Diskussion hier beenden.
Rein vom Gedankenspiel her finde ich die Idee, dass mir ein Programm mal eben alles machen soll, schon faszinierend.
Ich vermisse jetzt etwas die Erwähnung von Sortierungen und FIltern - dies sind weiterhin die primären Instrumente, um Datensammlungen nach bestimmten Kriterien aufzubereiten.
Wir reden die ganze Zeit von einer bestehenden Sammlung.
Was aber passiert, wenn neue Titel dazu kommen? Werden die dann einfach mal übernommen? Dürfen die erst übernommen werden, wenn die übrige Sammlung geladen wurde, um dann die Abweichungen zu registrieren (wobei immer noch nicht geklärt ist, wie das sinnvoll geschehen soll)?
Muss im Hintergrund eine Tabelle gehalten werden mit Benennungen, die zugelassen sind?
Denn sonst kriegt man ja bei jedem erneuten Einlesen der Sammlung die schon längst als OK gefundenen vermeintlichen Ähnlichkeiten erneut präsentiert.
Muss jede Datei mindestens einmal gespeichert werden, selbst wenn es keine Änderungen gibt, um die Einträge in die Tabelle der zugelassenen Begriffe zu übernehmen?
Wie sollen Irrtümer aus der Tabelle entfernt werden?
Letztlich sind auch diese Überlegungen müßig: all diese FUnktionen gibt es schon mit Sortieren und FIltern.
Wenn es nur um die Vereinheitlichung von Metadaten geht und nicht um die Duplikatsuche, dann bietet MP3tag mit Sortierung, Filtern und Export eine Menge Möglichkeiten, um die eigene Sammlung auf Stand zu bringen.
Wenn man also filtert
ARTIST HAS "Beatles"
wird man die Dateien mit "The Beatles", "Beatles" und "Beatles, the"
gezeigt bekommen. (Und vielleicht noch Beatles & Tony Sheridan oder Beatles & Billy Preston)
Damit schnurrt die Menge der in der Klappliste für ARTIST gezeigten Einträge auf 3-5 zusammen.
(Die Verwendung des Tag-Panel für die Bearbeitung von TITLE unter Verwendung mehrerer ausgewählter Dateien erscheint mir ungeeignet, das sich die meisten Stücke gerade im TITLE unterscheiden, das Tag-Panel aber ideal dafür geeignet ist, mehreren Dateien die gleichen Daten zu verpassen, also primär ALBUMARTIST, ARTIST, YEAR, ALBUM).
Das Feature mit der farbigen Markierung interessiert mich auch noch: wie sollen denn die Zusammenhänge zwischen den Dateien deutlich werden? Ich stelle mir dieses Szenario vor
Ich habe meine ganze Sammlung geladen. Ich sehe eine farbige Markierung bei "The Beatles". Und nun? Wie finde ich jetzt raus, zu welcher anderen Datei Ähnlichkeit besteht? Denn im Zweifelsfall habe ich nach ARTIST sortiert und finde also Einträge bei "Beatles" ziemlich weit vorne in der Sammlung und bei "The Beatles", was wohl im letzten Drittel der Sammlung sein dürfte.
Und wenn das auch noch eine, wie angenommen, große Sammlung ist, werde ich doch jetzt nicht stundenlang durch die Sammlung blättern, sondern mehr oder weniger sofort einen Filter anwenden. Gleiches würde auch für Amy MacDonald und MacDonald, Amy gelten.
Das letzte Beispiel führt meiner Ansicht nach weiter:
Irgendwann muss ich mir Regeln für meine eigene Sammlung geben, wie ich was erfassen will: wo packe ich den "feat. Artist" hin? Wie halte ich das mit den Artikeln bei Gruppennamen? Wie benenne ich Künstler (so wie man es spricht oder womöglich Nachname, Vorname).
Und wenn diese Vereinheitlichung abgeschlossen ist, werden die Tippfehler und Groß-/Kleinschreibung sehr schön dicht beisammen zu sehen sein. Und dies Abweichungen sieht man dann sehr schön in den meisten Abspielern, weil es plötzlich 2 Einträge gibt. Oder man einen Titel nicht findet, obwohl man weiß, dass er doch da sein müsste. Das ist dann der Feinschliff.
Die grobe Vorarbeit ist das Anwenden der Regeln.