Ich fürchte, ja. Leider.
Ich habe die Sache mit ReplayGain forciert, weil einer der Moderatoren sich - vollkommen zu Recht! - beschwert hat, dass jedes Radio in Sachen Pegel seine eigene Brötchen backt. Manche davon mit reichlich unsinnigen Werten.
Und weil sich (zu viele) unerfahrene Moderatoren von (zu vielen) meist ahnungslosen selbst ernannten Technikern an der Nase herumführen lassen, machen sie von ihren Original-Musikdateien keine Kopien, sondern überschreiben sie immer und immer wieder:
Von 89 auf 96 auf 92 auf 90 und dann wieder auf 93 angebliche "dB".
Es müssten sich eigentlich noch viel mehr Moderatoren gegen diesen Unsinn wehren bzw. ihre Musikordner viel besser pflegen und sichern bzw. Originale aufheben.
Allerdings ist das in der Webradioszene eine Illusion.
Dass die Qualität dabei irgendwann den Bach runtergeht, dürfte kaum verwundern. Aber sie halten nun mal an ihrem heißgeliebtem Mp3gain fest und das muss ich berücksichtigen.
Jetzt zu Schritt zwei: Das bei uns mehrheitlich verwendete Sendeprogramm, die ReplayGain-nur-ID3-Zicke, macht nur dann Sinn, wenn die Dateien alle mit foobar2000 normalisiert wurden. Es könnten ja Moderatoren dabei sein, die noch nach Mp3gain 96 "dB" normalisiert haben und ihre Dateien nicht zum drölfzigsten Mal überschreiben möchten.
Das Sendeprogramm wird nun also dazu gebracht, auf ReplayGain zu achten. Findet es keinen entsprechenden ID3-Tag, spielt es das Original aus, und das möglicherweise viel lauter als von uns erwünscht (wir sind kein "Brüllradio™").
Punkt 3:
foobar2000 zeigt alle Informationen aus allen Tags an. Dort kann ich nicht differenzieren.
Also nutze ich Mp3tag als Filter, um die nun ausgefilterten Dateien ("ich habe einen ID3-Tag ohne ReplayGain-Eintrag") gezielt in foobar2000 zu ziehen.
Das ist alles.
Okay, jetzt sind wir etwas [OT] geraten, aber im Kern geht es um eins:
Mp3tag soll mir als Filter helfen, wo andere Programme einfach versagen. Anders bekomme ich diesen Wildwuchs einfach nicht geregelt.