Genre, Album, Artist und Track für Hörspielserien

Über die Jahre habe ich viele Folgen verschiedener Hörbuch- und Hörspielserien für Kinder gesammelt, doch anders als bei meiner Musik bin ich mit dem Tagging noch nicht richtig zufrieden und erhoffe mir hier ein paar Tips von Leuten, die auf dieselben Probleme gestoßen sind:

  • Eine einzelne Folge kann ursprünglich eine ganze CD füllen oder über mehrere verteilt sein, aber manchmal enthält ein Medium auch mehrere Folgen. Was heißt das für %discnumber% und %track%?
  • Eine einzelne Folge kann komplett in einer MP3-Datei gespeichert oder über mehrere verteilt sein. Was heißt das für %track% und Dateinamen sowie Ordnerstruktur? Momentan befinden sich Einzeldateien im gemeinsamen Serienordner und sind nach demselben Schema benannt wie die Unterordner für aufgeteilte Folgen.
  • Manchmal wird der Name der Serie als Teil der Folge verwendet, manchmal nicht und manchmal ist es nicht ganz klar. Was heißt das für %title% bzw. %album% sowie deren Sortiervarianten? Beispiel: Bibi Blocksberg, Folge 666: … und der Hexenbesen / Bibi Blocksberg und der Hexenbesen / Bibi und der Hexenbesen / Der Hexenbesen / Hexenbesen, der
  • Wo speichere ich den Namen der Serie, damit alle Folgen in Playern, derzeit insbesondere Kodi, zusammen sortiert werden (können)? Wo und wie speichere ich die Folgennummer?
  • Welches vorgegebene Genre wähle ich für ID3v1 und welche(s) freie für v2? Sollte ich englische, deutsche oder beide verwenden?
  • Passt Audiobook generell für %itunesmediatype%?
  • Sollte ich das immer gleiche Intro oder Outro nur einmal im Hauptordner speichern (und per M3U-Playlist einbinden) oder für jede Folge?

Das nächste wird ein elaboriertes "mach doch was du willst" bis auf:
nein, ich würde Intros und Outros immer bei den einzelnen Zusammenstellungen lassen, auch wenn das Duplikate gibt.
Eine Playlist ist lokal mit relativen Pfaden und abhängig von Ordnerbenennungen usw. so dass so ein Verweis schnell ins Nirvana zeigen kann und man dann sowieso eine Dublette anlegen muss.
Als Genre habe ich unterschieden zwischen "Hörbuch Krimi", "Hörbuch Literatur", "Hörbuch Comedy" usw. Für ID1 gibt es keine sinnvollen Unterscheidungen - es gibt das Genre "Speech".
Aber hier beginnt schon das "Mach doch was du willst": Wer soll denn später einmal die benutzerdefinierten Genres auf Deutsch oder auf Englisch lesen und benutzen? Wenn das nur deutsche Rezipienten sind, dann reicht doch deutsch. Seltsam fände ich die Mischung aus englischer Genrebezeichnung und deutschem Titel.
Zur Aufteilungsfrage: was kann denn dein Abspieler? Wertet der DISCNUMBER aus? Ist der darauf angewiesen, dass Dateien, die zusammengehören, auch in einem gemeinsamen Ordner liegen oder kann das mit anderen Dateien gemischt werden, weil der Abspieler nach anderen Kriterien gruppiert? Wenn letzteres der Fall ist, müssten die zur Unterscheidung führenden Daten in diesen Feldern untergebracht werden. Wenn Daten in Feldern liegen, die der Abspieler nicht benutzt, nützen sie nichts.

Für die Erfassung mit MP3tag würde ich so viel wie möglich Information, die eine eigene Bedeutung hat, zur Strukturierung in eigenen Feldern ablegen, um dann je nach Fähigkeiten des Abspielers einen amorphen String in ALBUM oder TITLE zu erzeugen - mit eindeutigen Trennzeichen, damit man die Informationen auch wieder ausschneiden kann.
Und wenn die Herausgeber keine einheitliche Benennung hinkriegen, dann mach ich mir eben selbst eine - so lange, bis ich alle Einträge in meinem Abspieler so schnell wie möglich wiederfinde.

was kann denn dein Abspieler?

Das ist eben der Punkt: momentan nutze ich für Hörspiele hauptsächlich Kodi und ab und zu ein Autoradio in Mietwagen, aber das kann doch ändern. Manchmal lade ich etwas auf eine Tonie-Box, aber die hat keine Anzeige. Ich möchte eine sehr kompatible Lösung.

Ich glaube nicht, dass es die gibt - bzw. die führt dann zu Dateien mit deutlich reduzierter Datenmenge, wenn immer der Abspieler der Schrittmacher ist, der am wenigsten kann.
Umgekehrt wird meiner Ansicht nach ein Schuh draus: in deiner Master-Sammlung füllst du so viele Felder wie möglich mit strukturierter Information - denn bloß weil der dein einer Abspieler nichts anzeigt, würdest du doch auch nicht alle Daten löschen, oder?
Und aus diesem Datenschatz komponierst du dann Darstellungen, die der aktuell geforderte Abspieler auch kann.