Ordnerpfad im Tag-Panel oder als Spalte auswähl- und kopierbar anzeigen

Das ärgert mich auch regelmäßig.
Z.B. bei Konzertaufnahmen sind die Ersteller der Dateien häufig zu faul, alle Informationen in die Tags zu schreiben, sie schreiben sie aber oft in die Ordnernamen.

Da steht dann im Überordner z.B.:
1993-05-14 Waldbühne, Berlin, Germany/CD1
und im %album% Tag nur:
1993-05-14 Berlin, DE
Da würde ich mir gern einfach Teile des Dateipfads innerhalb von mp3tag auswählen und in den %album% Tag kopieren, ich habe aber bisher keinen Weg gefunden, den Dateipfad statt des Arbeitspfades so einzubinden, dass ich ihn in Teilen oder komplett auswählen und kopieren kann.

Mit %_folderpath% kann ich ihn zwar sehen, aber weder editieren noch auswählen, um ihn zu kopieren.

Du kannst mit dem Konverter>Dateiname-Tag den Ordnernamen

Maske: %album%\%dummy%
übernimmt den ganzen Namen.
Andere Masken hängen dann von Quelle und Ziel ab.
Denkbar wäre auch:
Maske: %album%, Germany%dummy%\%dummy%

Interessant, ob des Namens dachte ich, der Konverter sei auf den Dateinamen an sich limitiert. Dass man damit auch Teile des Pfads auswählen kann ist mir neu. Danke für die Info.

Das ist trotzdem viel umständlicher, als sich einfach den Pfad der ausgewählten Datei z.B. im Tag Panel anzuzeigen und sich von Fall zu Fall den Teil zu kopieren, den man braucht.

Zumal nicht jede Konzertaufnahme dem selben Muster folgt und auch nicht jede mehrere CDs in Unterordnern hat, weshalb man sich dann entweder eine Liste mit Mustern erstellen oder das Muster jedes Mal manuell anpassen müsste. Was meiner Meinung nach beides langsamer ist als sich mit der Maus das Venue auszuwählen und dann STRG+C und STRG+V zu nutzen.

Daher finde ich nach wie vor, dass es eine gute Idee wäre, den Pfad der aktuell ausgewählten Datei in mp3tag so einbinden zu können, dass man ihn zumindest ganz oder in Teilen mit der Maus auswählen und kopieren kann.

Genau.
Und das ist auch bei deinem Ansatz so, weil sich der aktuelle Ordner und der parent folder je nach Schachtelungstiefe immer wieder ändert. Da sehe ich keinen Unterschied.

Ansonsten ist der Ansatz des Imports aus dem Dateipfad eines der ältesten Features von MP3tag und so auch in der Dokumentation als "erste Schritte" festgehalten:

Wenn ich einen Artist bearbeite, zeigt mir das Tag-Panel unter _DIRECTORY den Pfad zum aktuellen Arbeitsverzeichnis. Z.B.

D:\rips\Bruce Springsteen

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In diesem Feld kann ich frei Teile des Pfads auswählen, kopieren etc..
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Das bringt mir nur nichts, weil die Information, die ich aus dem Pfad extrahieren möchte, nicht im Arbeitsverzeichnis liegt, sondern eine Ebene tiefer.

Versuche ich auf die gleiche Art den Ordnerpfad im Tag Panel anzuzeigen:
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Resultiert das in:
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Unabhängig davon, ob ich keine, eine oder mehrere Dateien auswähle.
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Als Spalte wird mir zwar der Pfad pro Datei angezeigt, auswählen und kopieren kann ich ihn an der Stelle allerdings ebenfalls nicht.

Der Unterschied ist, dass ich mit der Maus im Bruchteil einer Sekunde den Teil des Ordnerpfades auswählen und kopieren kann, den ich suche. Ohne über die Ordnerstruktur, Verschachtelung etc. nachdenken und ein bestehendes Muster auswählen oder es anpassen zu müssen.
Ist mein Gedankengang wirklich so abwegig?

Ist mir bekannt und habe ich bereits häufiger benutzt. Für statische Anwendungsfälle, in denen ich das selbe Muster auf dutzende Ordner anwenden kann, ergibt das Sinn. Für Einzelfälle die jedes Mal anders sind, nicht wirklich.

Nachtrag:
Ich halte es für unhöflich, einfach Beiträge als Lösung zu markieren.
Ist das eine von @Florian abgesegnete Prozedur?

OK, ich werde jetzt nicht versuchen, deinen Arbeitsablauf an die vorhandenen Funktionen anzupassen.
Ich kann nur sagen, dass ich für mich den Weg über den Konverter sehr komfortabel finde.
Aber da ist jeder seines Glückes Schmied.
Und bis der Pfad zu kopieren geht, ist der Konverter aus meiner Sicht der einfachste Zugriff.

Das ist mein aktueller Workaround:
2024-01-11_23-22-33
Durch den Umweg über den Explorer umständlich und trotzdem unabhängig von der Ordnerstruktur weniger als 20s.

Und hier als Vergleich der Workflow, wenn man sich den Ordnerpfad auswählbar im Tag Panel anzeigen lassen könnte. Für das Beispiel habe ich den Arbeitspfad in den Unterordner gewechselt.
2024-01-11_23-26-28
Damit dauert der selbe Schritt keine 10 Sekunden mehr. Ebenfalls weitgehend unabhängig davon, welche Verschachtelung und Ordnerstruktur gegeben ist.

Kein Problem, ich demonstriere das gern für dich.
2024-01-11_23-33-16
Über 40 Sekunden und mit Einschränkungen verbunden. Mit ein wenig Übung könnte ich das noch auf sub 30s reduzieren aber "einfach" ist das mMn nicht.
Wenn der Ordner ungewollte Informationen enthält, z.B. [FLAC] wie hier im Beispiel, muss man jene nach dem Schritt wieder entfernen.

Dieses Problem hat meine Methode nicht, weil ich gezielt den Teil des Namens kopiere, den ich brauche. Sonst nichts.

Die Funktionalität ist grundsätzlich nicht das Problem. Mir geht es nur um eine möglichst hohe Effizienz, Geschwindigkeit und darum, möglichst wenig über jeden Schritt nachdenken zu müssen, wenn ich es vermeiden kann.

Als Alternative könntest du ja bei solchen neuen Dateien (denn viel öfter als beim initialen Aufbereiten der Tags wird das Prozedere ja nicht vorkommen), eine vorbereitende Aktion laufen lassen, die dir den Pfad in ein benutzerdefiniertes Feld kopiert, das du auch dem Tag-Panel hinzufügst.
Dieses Feld wäre dann beliebig bearbeitbar.
Und aus dem könntest du dann die von dir die, so wie du meinst, so viel leichter zu kopierenden Daten übernehmen.
Bitte beachte, dass das Element im Tag-Panel für "Verzeichnis" wirklich immer nur das aktuelle Arbeitsverzeichnis zeigt und beileibe nicht den Pfad der aktuellen Datei.
D.h. selbst wenn das Element für Verzeichnis bearbeitbar wäre, müssten alle Dateien, die bearbeitet werden sollen, im selben Verzeichnis liegen.
Für alle anderen ist der Weg über den Konverter vermutlich einfacher, selbst wenn

die dann per [%dummy% einfach ignoriert werden können.
Ich unterstelle mal, dass es nicht unendlich viele Muster dieser Art gibt.
Es ist dann natürlich eine Frage der Pfiffigkeit, ob man solche Muster für viele Dateien erkennt oder nicht.

Der Vorschlag, den Pfad in ein benutzerdefiniertes Feld zu kopieren, hätte auch den Vorteil, dass man diesen Schritt nur 1x machen muss (typisches Beispiel für eine Aktionsgruppe), statt im folgenden immer wieder den Explorer zu öffnen, wenn einem auffällt, dass man doch noch gerne was aus dem Pfad übernommen hätte. Und es erspart den wiederholten Explorer-Aufruf für alle Fälle, wenn die Dateien doch nicht im selben Ordner liegen.

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Das ist auch ein solider Workaround, gute Idee. Wobei man dann natürlich daran denken muss, den temporären Tag nach der Bearbeitung wieder zu löschen.

Das ist mir klar, deshalb habe ich doch beim 2. Beispiel erwähnt, dass ich vorher den Arbeitspfad geändert habe, um zu simulieren wie es sein könnte. Siehe:

Es ist auch durchaus sinnvoll, dass einem das Arbeitsverzeichnis angezeigt wird.

Allerdings sehe ich nicht wirklich einen Grund, wieso andere Felder wie z.B. _parent_directory und _folderpath nicht ebenfalls im Tag Panel angezeigt werden können und auch als Spalten nicht auswählbar sind.
Das sollte doch eigentlich recht simpel zu implementieren sein, wenn man sie nur anzeigen und auswählen, nicht aber bearbeiten will.

Pfiffigkeit ist wie gesagt nicht das Thema. Ich kann mir das durchaus als regex oder auch einfach nur als %dummy% Konstrukt zurechtbiegen (siehe Beispiel 3).
Das ist aber a) viel langsamer und b) mental deutlich anstrengender als 1-2 Wörter mit der Maus auszuwählen und dann via Shortcuts den Inhalt zu kopieren und einzufügen. Es tritt auch nicht oft genug auf, um komplexes Filtern vor der Bearbeitung zu rechtfertigen. Meist fehlt nur bei ca. 10% der Konzertaufnahmen das Venue im Album-Tag und nicht mal bei allen davon ist es dann im Ordnerpfad (sondern in Info.txt oder nur online zu finden).

Es wäre nur schön, wenn man diese paar Ausreißer direkt innerhalb von mp3tag beheben könnte, ohne auf Krücken wie den Umweg über den Explorer oder temporäre Tags und Aktionen auszuweichen. Die Information ist ja bereits vorhanden (in _folderpath und _parent_directory, die sich beide auf den Dateipfad statt des Arbeitspfades beziehen). Man muss sie nur auswähl- und kopierbar machen.

Das stimmt. Beim nächsten Batch mache ich das dann so, falls zu dem Zeitpunkt _folderpath und _parent_directory weiterhin nicht auswähl- und kopierbar sein sollten. Danke für die Idee.
Sofern Florian keine Meinung zu dem Thema hat ist sonst glaube ich die Liste an Optionen erschöpft.

Vielleicht erspart Ihnen das Kopieren und Einfügen des gesamten Pfads ein paar Schritte. Hier ist eine Methode: Get path into clipboard - #10 by ryerman
Sie können dies auch als Ihr Standardwerkzeug festlegen, sodass Sie zum Kopieren doppelklicken können.

Habe ich auch mal ausprobiert. Ist auf Augenhöhe bzw. marginal schneller als mein bisheriger Umweg über den Explorer, weil ich den Pfad ja dann erst in ein leeres Feld einfügen, mir den Teil, den ich will, kopieren, den Rest wieder löschen und dann den gewünschten Teil in den Album-Tag einfügen muss.
Da ist die Methode von @ohrenkino schneller. Zumindest, wenn man einige Alben in einem Rutsch bearbeitet.