Ich schreibe mit MP3Tag ein paar Infos als ID3-Tags (?) in Filme, Containerformat ist ausnahmslos MP4.
Diese Tags möchte ich per MS Access auslesen, was dank ChatGPT und unter Einsatz von “exiftool” erstmal gelungen ist.
Problem:
Bei einer Handvoll Dateien bekomme ich keine Ergebnisse dieses Auslesens,
und eine längere Diskussion mit der KI und Prüfungen mit exiftool ergibt, dass es an diesen Dateien wohl keine Tags gibt.
MP3Tag und testweise “MediaInfo” von MediaArea.net zeigen mir die Tags. Oder was auch immer. MediaInfo zeigt Varianten in Groß- und Kleinschreibung, aber alle “Felder” sind da wie erwartet.
Hier hört mein Verständnis auf, vielleicht kann mich wer erleuchten:
wo speichert MP3Tag diese Infos, wenn es keine ID3-Tags gibt,
wie erkenne ich in MP3Tag, dass dem so ist,
und wie kann ich MP3Tag dazu bewegen, diese Ausnahmedateien genauso zu schreiben wie die ca. 95% meiner Filme?
Wenn MP3tag die Tags zeigt - dann sollten auch Tag-Daten in den Dateien vorhanden sein. Die Frage wäre nicht,
sondern: wo lesen deine Werkzeuge die Daten?
Warum dein Arbeitsablauf und deine Werkzeuge zu anderen Resultaten kommen, ist ohne weitere Informationen wie z.B. Screenshots oder Beispieldateien aus der Ferne im Prinzip nicht zu beantworten.
Evtl ist exiftool auch das falsche Werkzeug, mir fehlen hier offenbar Grundlagen.
Was für Screenshots kann ich dir denn zeigen? Beispieldateien wird eher schwierig, weils um Spielfime geht, also mindestens 4GB pro Datei, und vermutlich Urheberrechts-Gedönse, wenn ich die irgendwo hochlade.
siehst Du, dass der Inhalt für das Beispielfeld ARTIST bei einer MP4-Videodatei in ein anderes Feld @art geschrieben wird, als in einer MP3-Musikdatei (TPE1).
Du müsstest Dir also mit externen Tools genau ansehen, was da aktuell in Deinen MP4-Dateien steckt. Oder uns Screenshots davon zeigen, was diese Tools Dir anzeigen.
Erweiterte Tags von jeweils 1 Datei, die geht und einer, wo es nicht klappt.
Gut wäre auch ggf. ein Check mit Foobar hinsichtlich Integrität der Dateien.
Moin zusammen, und wie immer: Danke fürs Mitdenken.
ok, dann hab ich keine ID-Tags, sondern Metadaten-Felder. Das meinte ich mit “fehlende Grundlagen”, ich hab das für das Gleiche gehalten, mein Irrtum.
Die Ansicht “erweiterte Tags” in MP3Tag ist identisch bei Dateien mit und ohne Tags, das ist ja der Grund meiner Verwirrung.
ich hab mir gestern nochmal mit exiftool eine Ausgabe erzeugen lassen: Bei einer Datei “mit” bekomme ich offenbar für jedes Kapitel Metadaten angezeigt, allerdings sind genau die, die ich mit MP3Tag drauf schreibe, NICHT dabei, dafür Inhalte, die ich für Reste aus Zeiten halte, wo ich meine Filmdateien mit iTunes verwaltet habe.
Bei einer Datei “ohne” Tags sehe ich meine Tags aber auch nicht.
Ich versuche heute Abend Screenshots zu erstellen. Foobar ist geeignet?
Oder, das Ganze mal aus der anderen Richtung angegangen: Ich füttere meine Filme grundsätzlich in Plex und lass das die Metadaten verwalten, möchte aber ein paar Basis-Infos (Titel, Edition, Jahr, Sammlung) gerne (auch) außerhalb der Plex Datenbank haben, falls ich Plex mal neu aufsetze oder zu einem anderen Produkt wechseln möchte; zudem hab ich ein, zwei individuelle Felder (Herkunft, Medienart, etc), die Plex und Co nicht hergeben, ich aber auswerten möchte. Gibts einen sinnvolleren Verwahr-Ort für diese Infos als die Metadaten (möchte externe Dateien “aus Gründen” vermeiden) oder sinnvollere Tools als MP3Tag hierfür?
Für mich sehen die Metadaten strukturell gleich aus, abgesehen von dem Groß-/Klein-Schreib-Unterschied für “custom4”.
Beide Dateien sind technisch identisch “entstanden”: MakeMKV, Handbrake => MP4. Auf beide Dateien hab ich per MP3Tag die Metadaten aus einer vorhandenen Datei kopiert, die mal durch iTunes verwaltet wurde, falls das wichtig sein könnte (M4V Datei ersetzt durch MP4, dabei Tags kopiert und eingefügt).
Da gehen die Meinungen vermutlich auseinander.
Abhängig von Deinen Programmierfähigkeiten ist vielleicht die eigene Datenbank ein sinnvoller Aufbewahrungsort. Du musst Dir einfach bewusst sein, dass Du diese ständig pflegen musst.
Also nicht mehr vorhandene Filme löschen, angepasste Metadaten updaten, neue Filme und Metadaten hinzufügen. Jedesmal, wenn sich ein Film in Deiner Sammlung ändert.
Persönlich würde ich solche Metadaten in Deinem Anwendungsfall direkt in die Filme speichern. Wenn immer möglich in die dafür vorgesehenen Felder. Damit ist die Chance höher, dass andere Drittprogramme wie z.B. Plex die auch auslesen.
Wenn Du Feldnamen wie CUSTOM5 verwendest, ist das Risiko sehr hoch, dass keine Drittsoftware die je lesen und anzeigen wird. Ich wüsste nach ein paar Monaten auch schon nicht mehr, was der Wert 1 in CUSTOM5 bedeutet. Deshalb würde ich sprechendere Feldnamen wie HERKUNFT mit aussagekräftigeren Inhalten wie Videothek wählen.
Genau das tu ich ja, ich schreib die Daten, die (stellvertretend) Plex nicht kann direkt in die Dateien, sammle dann Daten aus Plex und den Datei-Metadaten in eine eigene Datenbank zusammen.
Bleibt die Frage, warum die Tags mal lesbar sind und mal nicht.
Wir können Dir hier nur bei der Frage helfen, warum allenfalls Mp3tag die Metadaten nicht lesen kann. Gemäss Screenshots liest Mp3tag aber in beiden Fällen CUSTOM1, CUSTOM2, custom4 und CUSTOM5 samt Inhalt aus. Angezeigt werden die Feldnamen in Mp3tag immer in Grossbuchstaben.
Warum andere externe Tools wie exiftool einzelne Felder nicht auslesen können, müsstest Du im entsprechenden anderen Forum nachfragen.
Oder wir können Dir zeigen, wie Du den Export direkt aus Mp3tag machst.
Manuell kann ich das. Final such ich aber nach einer Lösung, die das zyklisch und automatisch macht; in meinem Fall rappelt Access zeitgesteuert durch die Plex Datenbank und durchs File-System. Ich wüsste nicht, wie ich MP3Tag da einbinden kann.
Vollautomatisch zeitgesteuert kann man Mp3tag nicht einbinden. Das stimmt.
Rein als Idee:
Man könnte als letzten Schritt im bestehenden manuellen Ablauf "Auf beide Dateien hab ich per MP3Tag die Metadaten aus einer vorhandenen Datei kopiert" noch den Export der gewünschten Metadaten erstellen lassen.
Wann immer Du also ohnehin Mp3tag für die Metadaten rund um Deine MP4-Filme verwendest, würde zuletzt noch ein Datenexport in eine externe Datei geschrieben.
Diese Daten könnte Dein MS Access dann weiterverarbeiten.
Für einen wetern Test:
Wenn du das Tag mit Bearbeiten>Tag ausschneiden mal entfernst und dann mit Bearbeiten>Tag einfügen``wieder einfügst - änderte das etwas an der Lesbarkeit in deinem Arbeitsablauf?
bleibt im Ergebnis gleich. Ich kanns nicht so richtig greifen, aber es gibt in meinen Filmdateien Metadaten, die nicht von MP3Tag kommen, aber offenbar von exiftool ausgelesen werden. Damit ist exiftool für meinen Zweck erstmal unbrauchbar, ich werd den von LyricsLover vorgeschlagenen Weg des manuellen Exports aus MP3Tag gehen. Das “manuell machen müssen” ist zwar noch nicht ganz meine Ziellinie, aber die Ergebnisse sind hierbei nachvollziehbar und zuverlässig, und das hat Vorrang.