Wider die Featuritis


#1

Ich gebe es zu: ich bin ein alter Sack, der das noch ältere Unix-Prinzip KISS (keep it simple + stupid) kennen und schätzen gelernt hat.

Am Mp3tag schätzte ich bisher, dass es eine ziemlich genau umrissene Funktion für einen ganz bestimmten Dateityp erfüllte - und zwar sehr gut (=LOB).

Mit Sorge betrachte ich etwas die Entwicklung der letzten Monate. Das Tool entwickelt sich immer mehr zur eierlegenden Wollmilchsau. Gegenwärtig weniger, was die Funktionaliät angeht, aber hinsichtlich der unterstützen Formate. Dafür stelle zumindest ich immer mehr Bugs in jeder neuen Version fest.

Florian, warum lagerst du die zusätzlichen Funktionen für nicht MP3-Files nicht in eine DLL aus, so dass Mp3tag für den Normalnutzer schlank bleibt?

Grüße,
Woody


#2

Unterstützung für mehrere Audio-Formate unter einer einheitlichen Oberfläche hat absolut nichts mit Featuritis zu tun, sondern bietet Benutzern anderer Musikformate einfach die bereits vorhandene Funktionalität (Konverter, Tags, freedb, Export, ...). Nebenbei bemerkt, besitze ich keine einzige MP3.

Unter Featuritis verstehe ich eher die Implemetierung irgendwelcher Spezialfunktion/-optionen die nur ein sehr, sehr kleiner Benutzerkreis verwenden würde.

Das in letzter Zeit vermehrt Fehler aufgetreten sind, lag einfach daran, dass ich die komplette Tagging-Engine und die Metadaten-Verwaltung intern neu implementiert habe und somit die Begrenzung auf die Standard-Tagfelder aufgehoben habe. Wenn ich das nicht gemacht hätte, hätte ich den Spaß am Entwickeln von Mp3tag verloren und das Projekt aufgegeben.

Die von Dir erwähnten Fehler sind aber alle behoben und waren (fast) alle nicht kritisch. Der einzige offne Fehler ist Deine - für mich (und anscheinend auch für andere) - unreproduzierbare Sache unter Windows NT.

Viele Grüße,
~ Florian