Das kann ich so alles nicht bestätigen. Ich äußere mich mal nicht zu wxMP3gain, da ich es hier noch nicht verwendet habe. Ich verwende hier folgende Mp3Gain-Version:

Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass Du hinsichtlich der Funktionsweise von Gain-Tools Verständnisprobleme hast und hole deswegen noch mal etwas aus.
Sinn und Zweck der Gain-Tools ist es, Musikstücke verschiedenster Herkunft möglichst in einer gleichen Lautstärke abzuspielen, damit keine störenden Lautstärkesprünge bei der Wiedergabe auftreten. Um das zu erreichen gibt es verschiedene Vorgehensweisen.
Mp3Gain analysiert die Songs und schreibt seine Analyse- und Veränderungsdaten als APE-Tags in die Songs, verändert aber darüber hinaus die Lautstärke nicht destruktiv direkt in den Songs, so dass diese Lautstärkeveränderungen auf jedem Player ohne Auswertung irgendwelcher Tags Wirkung zeigen. Durch Protokollierung dieser Veränderung im Tag MP3GAIN_UNDO ermöglicht es die Rückkehr zum Ausgangspunkt vor der Veränderung.
Foobar hingegen analysiert und schreibt Tags, führt keine Veränderungen in der Lautstärke der Dateien durch und überlässt es dem kompatiblen Player, durch Auswertung der Tags die Lautstärke beim Abspielen zu verändern.
Ich habe in Mp3Gain an einem Musikstück mal die Werte durch Screenshots belegt. Am besten wird das klar, wenn man die Analyse getrennt von der Änderung vorab durchführt. Wenn keine Analysedaten vorliegen und man MP3Gain sagt, dass es eine Anpassung vornehmen soll, erfolgt eine Analyse und die Veränderung nacheinander in 1 Schritt.
Analyseergebnis in Mp3Gain:
Als Lautstärkevorgabe ist 89,0 db eingestellt, was dem voreingestellten Standard als Empfehlung entspricht. Die Mp3-Datei hat eine Lautstärke von 86,2 dB. Demgemäß ist zur Erreichung des Zielwertes von 89 dB eine Track-Anpassung von 3.0 dB erforderlich. MP3Gain kann nur in 1,5 db-Schritten Veränderungen vornehmen. Die Analysetags werden in die Datei geschrieben und die sehen in Mp3Tag wie folgt aus:

Wenn man jetzt Mp3Gain sagt, dass es die Lautstärkeveränderung vornehmen soll, tut es dies und schreibt zusätzlich noch den Tag MP3GAIN_UNDO dazu, der die Veränderung dokumentiert. Alle anderen Tags mit den Analysewerten werden dabei angepasst, da ja jetzt eine in der Laustärke tatsächlich veränderte Datei vorliegt:

Wenn man jetzt diese Änderungen durch MP3Gain gerne rückgängig machen will, geht das in Mp3Gain durch "Anpassungen widerrufen. Der Wert des Tags MP3GAIN_UNDO wird auf Nullwerte gesetzt und die übrigen Analysewerte werden entsprechend angepasst (Ausgangszustand):

Wenn man aus welchem Grund auch immer die vorhandenen Tags löschen will, geht das in Mp3Gain (aber natürlich auch in Mp3Tag). In Mp3Gain geht es mit Optionen -> Tags -> Tags aus Dateien entfernen und sieht demgemäß anschließend so aus:

Allerdings sollte man den UNDO-Tag auf keinen Fall vor einer Anpassungen widerrufen-Aktion löschen, wenn man irgendwann wieder zur ursprünglichen Originallautstärke zurückkehren will. Grundsätzlich könnte natürlich auch ohne diesen UNDO-Wert wieder der Originalzustand erreicht werden, allerdings weiß man den ursprünglichen Wert nicht mehr, es sei denn man hätte ihn sich irgendwo aufgeschrieben. Der UNDO-Wert dokumentiert also die vorgenommene Lautstärkeveränderung.
Das muss nicht sein. Wie ich oben schrieb, stellst Du die gewünschte Ziellautstärke (gemeinsamer Wert für alle Songs) in Mp3Gain ein. Ist die Originallautstärke des Songs leiser als diese Ziellautstärke, wird eine Lautstärkeerhöhung vorgenommen, ist die Originallautstärke lauter als die Ziellautstärke, erfolgt eine Lautstärkeabsenkung. Man sollte grundsätzlich darauf achten, dass die gewünschte Ziellautstärke für alle Songs nicht so hoch ist, dass sie bei einigen Songs Clipping verursacht.
Neben der Trackanalyse und Trackanpassung bietet MP3Gain auch noch die Albumanalyse und Albumanpassung. Hier steht nicht die Anpassung aller Songs auf die gleiche Wiedergabelautstärke im Vordergrund sondern das Ziel, die unterschiedliche Lautstärke der Songs eines Albums durch eine Anpassung nicht zu verlieren. Es gibt schließlich oftmals auf einem Album gewollt leise und laute Songs und diese Unterschiede würden bei einer reinen Trackanpassung verschwinden.
Mit MP3Gain kann man wahlweise übrigens auch überhaupt keine Gain-Tags schreiben und die Lautstärke einfach verändern, wenn einem der Ursprungszustand und eine Rückkehr zu diesem egal ist.
Optionen -> Tags -> Ignorieren (keine Tags lesen oder schreiben)
Als Erklärung für Deine Beobachtung, dass sich die Werte mit "Anpassung widerrufen" bei Dir nicht ändern, fallen mir nur 2 mögliche Ursachen ein:
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Du hast eventuell nach der Widerrufen-Aktion in Mp3Gain keine Aktualisierung (Refresh) vorgenommen. Mp3Tag zeigt Veränderungen, die außerhalb von anderen Programmen vorgenommen wurden, erst nach einer Aktualisierung oder einem Neuladen. Die Aktualisierung aller geladenen Dateien erfolgt durch
, die einer Auswahl von markierten Dateien durch STRG-t. -
Du hast gemischt mit Mp3Gain und anderen Gain-Programmen gearbeitet. Das originale MP3Gain schreibt grundsätzlich APE-Tags, andere Variationen dieses Programms erlauben teilweise auch alternativ das Schreiben in ID3-Tags. Es könnte also sein, dass Du die Gain-Tags sowohl in APE- als auch in ID3-Tags in den Dateien hast und die wiederum können dann auch verschieden sein (zumal nach einer "Widerrufenaktion". MP3Tag gibt bei der Anzeige APE-Tags den Vorrang. Wenn also durch ein Widerrufen nur ID3-Tags geändert wurden und die APE-Tags nach wie vor mit ihren Änderungswerten verblieben sind, merkst Du durch den Vorrang der Anzeige von APE-Tags im Mp3Tag nichts davon. Die Tagwerte sind nicht auf dem gleichen Stand. Sollte das so sein, könnten aber auch Nebenwirkungen eintreten dergestalt, dass die tatsächliche Lautstärke schon wieder in den Originalzustand versetzt wurde, in den Tags aber noch die Veränderungswerte für eine "Widerrufenaktion" stehen.
