Komplexe Bibliotheksverwaltung aufbauend auf MP3Tag: Ideen?

Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank für dieses großartige Tool !

Ich habe folgende Situation und überlege, die mit MP3Tag zu vereinfachen.

Ich habe eine (mit MP3Tag) sorgfältig getaggte Klassik-Sammlung , alle selbst gerippten CDs liegen dort als flac.

Außerdem habe ich eine große ererbte Rock-Pop-Sammlung, die ich nur teilweise getaggt habe, weil mich der Bereich nicht so interessiert.

Diese Sammlungen sind in unterschiedlichen Verzeichnissen abgespeichert.

Zur Wiedergabe auf Playern erstelle ich jeweils Exporte, teilweise mit Formatkonvertierungen nach MP3. Diesen Prozess betreibe ich zur Zeit über Audioexpert AudioExpert - Ulrich Decker Software . Dieses Programm liest Verzeichnisse ein und erstellt aus den Tags eine Datenbank und es schreibt auch die Änderungen zurück in die Tags der Musikdateine, do daß diese die Quelle der Wahrheit bleiben. So weit, so gut.

Aus meiner Sicht das wichtigste Feature dieses Programms ist die Möglichkeit, aus den Sammlungen Extrakte herzustellen und dabei zu konvertieren. Die Festlegung, welche Tracks in welchen Export gehen ist aus meiner Sicht die einzig wichtige Information, die nur in der Audioexpert Datenbank abgelegt ist, für alle anderen Informationen sind die Musikdateien selber die Quelle und das ist gut so.

Das ganze Verfahren ist mir zu kompliziert. Es wäre doch möglich, die Namen der Extrakte, in denen ein Track auftauchen soll, auch in speziellen Tags der Musikdateien abzulegen. Und dann mit einer Exportkonfiguration Betriebssystembefehle zu generieren, die das Kopieren und konvertieren erledigen.

Fände ich elegant.

Ist das eine irgendwie sinnvolle Idee ? Hat jemand so etwas in der Richtung schon mal gebaut ?

Vielen Dank fürs Lesen

Norbert

Meinst du Wiedergabelisten?
Ansnsten kannst du beliebige benutzerdefinierte Felder anlegen, in denen du dann z.B. die Namen der "Extrakte" ablegst, auch mehrere Namen im selben Feld und dann danach filterst.
Du kannst dann mit Hilfe von Tools Konvertierungen anstoßen, falls das noch nötig ist.

Nein, physische Kopien mit unter Umständen ganz anderen Orderstrukturen, wie z.B. solchen hier Export classical MP3

Die gelinkten Thread beschriebene Methode ist eine reine Textausgabe.

Wenn du eine neue Ordnerstruktur anlegen willst, dann geht das mit MP3tag, es werden dann aber keine Dateien kopiert, sondern verschoben.

Vielleicht ist der Weg, aus der Textausgabe ein CMD-Script zu machen, daß dann die Arbeit macht. Der ganze Prozess findet ja nur dann statt, wenn mal ein neues Album ins System kommt.

Aber Ordnerstruktur ändern ist auch interessant, wo muß man da schauen ?

Die beste Einführung ist im englischen Teil:

oder die Hilfe:

Ah Danke, ich hatte nie realsiert, daß man auch Ordner damit verbiegen kann

Du kannst komplette bestehende Ordner umbenennen/verschieben oder einzelne Dateien aus einem Ordner in andere ggf. noch zu erzeugende Ordner verschieben. Kommt auf die Aufgabe an.

Auch wenn das an der eigentlichen Frage "wie machen mit MP3Tag" vorbeigeht: Schau dir mal MediaMonkey an. Dort könntest du deine Musik-Sammlung verwalten, und unterschiedliche Player (Android oder iPhone) mit frei gestaltbaren Teilbeständen dieser Sammlung bestücken, erforderliche Formatkonvertierungen werden von Mediamonkey eingerichtet und automatisch durchgeführt (Quelldateien bleiben unverändert, du musst aber keine Teilsammlungen kopiert ablegen). Das Ganze ist bezogen auf die Abspieler nach der Erst-Einrichtung eigentlich eine One-Button-Show.

@Andre_H
Danke für den Tipp, aber auch da scheint es gravierende Probleme mit klassischer Musik zu geben( ich habe mal das Forum durchstöbert). Außerdem möchte ich eine Serverbasierte Lösung.

Alle diese Lösungen sind closed source, d.h., die Möglichkeiten , das anzupassen, sind begrenzt.

Klassik paßt einfach nicht in das ARTIST/ALBUM/TRACK Modell, die Verhältnisse zwischen Satz, Werk, Komponist, Einspielung, Mitwirkenden ( Dirigent/Ensemble, Orchester, Chor, Solisten) sind einfach furchtbar komplex.

Im Moment ist meine Idee, diese information so fein granuliert erst mal in Extra tags in den FLAC und MP3-Dateien zu stopfen, und dann eben per Skript daraus eine passende Ordnerstruktur zu generieren.

Die Ordnerstruktur ist der kleinste gemeinsame Nenner zwischen allen Playern.

Nein.
Wenn du einen vernünftigen Abspieler hast, dann richtet der sich nach den Metadaten in den Tags und die darunterliegende Verzeichnisstruktur ist ihm wumpe.

Den Eindruck mag man kriegen, aber meiner Ansicht nach ist das nur eine Frage der feinen Abstimmung ziwschen den Eigenschaften des Sammlungsverwaltungsprogramms und Abspielers und den Tag-Daten. So erlauben sich einige Abspieler, z.B. Semikolon-Leerzeichen oder Schrägstrich als Trennzeichen in einem Feld zu interpretieren. Danach teilen sie dann die angezeigten Daten an. So kann man dann sowohl nach dem Londoner Synfonieorchester unter L Daten finden als auch für denselben Titel nach Anne-Sophie Mutter unter A.
Da bedarf es dann nur der Recherche, welche Trennzeichen denn der Abspieler gerne haben möchte oder ob er wirklich multi-value-Felder handhaben kann.

Damit sind gut gefüllte Tags die wesentliche Voraussetzung, eine Sammlung gut zu verwalten. Ein Dateiname mit all seinen EInschränkungen hinsichtlich besonderer Zeichen ist dann egal, der muss nur die Forderung des OS nach Eindeutigkeit erfüllen.

Das ist genau der Punkt: Wenn man auf den Plattformen PC, Handy und Auto Musik hören will, wird das schwierig. Ich spiele die MP3s z.B. auch über meinen VW-Passat von 2012 ab und der kann nur Ordner.

Recherche über Interpreten brauche ich nicht, aber ich möchte mehrere Aufnahmen eines Werks unterscheiden können. Ich stelle mir also z.B. vor (alle Werte aus dem Kopf)

ALBUM : Die Götterdämmerung, WWV irgendwas
CONDUCTOR: Janowski
DATE: 1973

Pfad : .... \Die Götterdämmerung, WWV irgendwas\Janowski 1973\tracks.....
oder
Pfad : .... \Die Götterdämmerung, WWV irgendwas [ Janowski 1973 ]\tracks.....

in der letzteren Variante könnte man den String "Die Götterdämmerung, WWV irgendwas [ Janowski 1973 ]" natürlich auch in ALBUM schreiben, die Bestandteile wären dann

WORK: Die Götterdämmerung, WWV irgendwas
CONDUCTOR: Janowski
DATE: 1973

und es ist einfach sauberer, diese Informationen einzeln zu haben. Natürlich mehr Arbeit beim Taggen, aber dafür gibt es ja MP3TAG

Wenn das der Anspruch ist, dann wird es spannend, ob dein Passat diese Daten darstellen kann.
Ich finde, dass die Idee sein muss, die Daten so gut wie möglich zu strukturieren und so viele Tag-Felder wie möglich zu füllen - denn dann kann man die Funktionen des Verwaltungsprogramms nutzen und die unterschiedlichsten Zusammenstellungen heraussuchen lassen.
Allerdings: wo keine Daten sind, kann man auch keine Daten finden.

Beim Thema Klassik muss ich inhaltlich passen. Letztlich kannst du in MediaMonkey wie in allen anderen MP3-Verwaltungs/Abspiel/Whatever-Tools die Standard-Tags verwenden, wenn die nicht reichen, eigene definieren. 10 Stück stehen zur Auswahl, die in die Datenbank übernommen und für Abfragen (Playlisten, Auto-Einsortieren von Pfaden, etc.) bereitgestellt werden können, weitere zum "nur in die Tags schreiben" kannst du anlegen.

Das Felder definieren, wo nicht schon vorhanden, und diese dann befüllen, würde dir auch MediaMonkey nicht abnehmen können. Alle Nachfolge-Aufgaben sind ab da aber Automatismen, wenn gewollt. Insbesondere auch das Verteilen an "Endgeräte".

Das meint was genau?

MediaMonkey ist im Kern java-script, mit nur ganz wenigen fix kompilierten Elementen. Wenn Du genug Java sprichst, kannst du da beinah alles anpassen.

Sehe ich wie Ohrenkino kritisch: Meine Ablage-Strukturen auf meinem Musik-Rechner folgen ganz anderen Anforderungen als die auf meinen Abspielgeräten (sofern die da überhaupt von Relevanz sind), ich würde Ordner so einfach gar nicht spiegeln können. Die Pfade auf meinen Abspielgeräten lege ich nicht selber an, und kümmere mich auch nicht drum; das macht ein Sync-Tool, ich bediene nur die GUI des Abspielers.

Aber: Alles gut. Hier gibts glaube ich auch kein "richtig" oder "falsch", hier muss jeder den für Ihn richtigen Weg finden.

Andre.

Klar, aber bei diesem Austausch habe ich schon wieder einiges gelernt. Vielen Dank daher an alle !

Ich persönlich finde die Variante, es dem Nutzer zu überlassen nach was sich der Player richten soll, die beste.

Was bei vielen Playern abseits der Windows Welt schlicht nicht geht. Android Player sind "out of the box", da kannst du bestenfalls noch geringen Einfluss auf die GUI nehmen, seltenst aber auf Pfade im Betriebssystem dahinter.

Weiterer Nachteil: Wenn man die Dateipfade des datenhaltenden PCs nach der Verwendung im Player ausrichtet, ändert man die auch jedesmal und in der vollen Breite, wenn sich der Player ändert und andere Pfade sehen will. Noch komplexer wirds, wenn mehrere (unterschiedliche) Player ins Spiel kommen.

Daher: Auf jedem System die Pfade, die DORT sinnvoll sind, und eine Software-Lösung dazwischen, die eventuell nötige Konvertierungen von Quelle zu (jedem) Ziel übernimmt.