In letzter Zeit entsteht bei mir immer heftiger der Wunsch, zu einem bestimmten Feldinhalt - vorwärts oder rückwärts - springen zu wollen. Da hilft das Suchen und Ersetzen aus den Aktionen, das ich durchaus zu schätzen weiß, nicht. Diese Funktion zeigt bekanntlich nur die gefundenen Stellen. Bei vielen Arbeiten an meinen Datenmengen muss ich aber "die Umgebung", d. h., die vorangehenden und nachfolgenden Dateien mit untersuchen.
Es handelt sich um eine einfache Art "gehe zu", bei der es allerdings die Angaben "Feld", "suchen nach" und "nach oben" bzw. "nach unten" geben muss.
Lässt sich so etwas vielleicht mit einem vertretbaren Aufwand unter "Aktionen (Schnell)" realisieren?
Statt einer Suche gibt es den Filter.
Zwischen den Feldern kannst du mit Tab vorwärts und Umschalten-Tab rückwärts springen.
Wenn du dateiweise springen willst, ist ggf. der Dialog "Erweiterte Tags" Alt-T geeignet, weil der Knöpfe zur Navigation hat.
Oder was meinst du?
Es ist wirklich etwas anders gemeint. Gerade das Filtern ist hier nicht brauchbar. Vorher, zum Ermitteln der betroffenen Dateien, schon. Da ist es sehr hilfreich.
Zum Verständnis beschreibe ich am besten, was gerade bei mir ständig vorkommt (Beispiel). Es gibt bei mir ein Schlüsselfeld, das die vorhandenen Alben kategorisiert, z. B. als Kammermusik. Die Zuordnung erfolgt (halb)automatisch entsprechend der Angaben in den einzelnen Dateien und muss innerhalb eines Albums gleich sein. Nun sind klassische Musikalben leider nicht immer einheitlich in ihrer Zusammensetzung, und die Verschlüsselung ist auch nicht ganz einfach.
Wenn ich nun mit "Filter" alle Trios, Quartette, Quintette … vorliegen habe, bietet es sich an, den Kammermusik-Schüssel einzusetzen. In den Zustand kann ich aber nicht erkennen, ob die vorliegenden Tracks das ganze Album umfassen oder nur Teil eines Albums sind, dessen andere Spuren bereits mit einem anderen Kat.-Schlüssel versehen sind. Um diesen Fehler auszuschließen, muss ich z. Zt. die kritischen Zeilen markieren und den Filter entfernen. Für 1 Album kann ich dann die Kontrolle durchführen und den Schlüssel ggf. anpassen. Der nächste Fall kann dann aber 12000 Dateien weiter weg. Heute muss ich dann wieder filtern, markieren, entfiltern, kontrollieren/ändern.
Das ist bei meinen sehr großen Datenmengen recht mühsam, da wäre es viel einfacher, einfach automatisch bis zum nächsten Vorkommen des neuen Schlüssels rück-/vorscrollen zu können.
Und dieses ist nur 1 Beispiel. Es gibt durchaus noch andere Fälle, gezielt zu einem Feld in nur 1 Datei springen zu müssen.
Du könntest komplexere Filter anwenden, die dann nach de Inhalt des Schlüsselfelds filtern und zusätzlich das Album oder die Alben auflisten.
sieh dazu die Filter-Operatoren AND und OR
Das mache ich ja jetzt schon ausgiebig. Und ich komme ja auch zu einem Ergebnis. Mein Suchen/Springen würde nur die Arbeit an großen Datenmengen erleichtern.
Aber danke, für das Interesse und die prompten Antworten.
Ich meine ja, dass gerade bei großen Datenmengen die Anzahl der präsentierten Datensätze unbedingt (mit einem Filter) reduziert werden muss.
Das Springen durch
ist meiner Ansicht nach fehleranfällig, da diese Arbeit schnell unterbrochen werden kann und man nicht wirklich zum ENde kommt und auch, weil nicht klar ist, ob und wann man den letzten Treffer gefunden hat.
Ein Filter wäre
%schlüsselfeld% HAS Kammermusik OR %album% HAS "Kleine Nachtmusik"
Eines habe ich offenbar nicht vernünftig beschrieben: Das Springen soll ja nicht viele Dateien oder Alben mit einem Aufruf anspringen, sondern nur das nächste Vorkommen in dem angegebenen Feld.
Bei dem obigen Filterbeispiel müsste ich sämtliche möglichen, den Fall betreffenden Albumnamen im Filter eingeben. Das können leicht 500 oder 1000 sein. Sie sehen, es ist nicht zuletzt ein Mengen-/Zeitproblem. Selbst, wenn ich statt des Albumnamens die discnumber nehmen würde, ändert sich nichts an der Menge, nur am Schreibaufwand.
Bei Einzelfällen oder unter 20 wende ich dieses Verfahren übrigens u.a. bereits an.
Da ich schon seit vielen Jahren mit Mp3tag arbeite, können Sie sich denken, dass ich schon die gewagtesten Filter eingesetzt habe.
Das Arbeiten mit großen Datenmengen macht mir keine Schwierigkeiten.
Das Beispiel, über das wir z.Zt. schreiben, löse ich gerade auf eine relativ einfache, wenn auch mühsame Methode: mit Export erstelle ich mit eine ganz einfache Liste aus %discnumber%—%albumkategorie%.
BCPE-48—C«x¦G»·Chormusik
BCPE-49—C«x¦S»·Magnificat
BCPE-50—C«x¦T»Orgel
BCPE-51—C«x¦I»Flöte
BCPE-51—C«x¦Q»·Kammermusik
BCPE-51—C«x¦T»Flöte
BCPE-52—C«x¦T»Violine+Cembalo
und kontrolliere rein visuell, wo eine %discnumber% mehrfach vorkommt. Die gebe ich dann in den Filter ein und sehe das ganze Album mit den unterschiedlichen Schlüssel, schön untereinander, da ich eine Freundin von sortierten Daten bin.
100% zuverlässig ist diese Methode natürlich nicht, aber beim Auswerten meiner Musikdaten finde ich dann auch immer wieder mal Achtsamkeitsfehler.
Der Export könnte ausgelassen werden mit einer Spalte in der Dateiliste, in der in der Eigenschaft für die Spalte bei "Sortieren nach" %discnumber%—%albumkategorie% verwendet wird. Dann stehen auch alle Datensätze sortiert untereinander und können
Dadurch bekomme ich die Angaben, wenn alles richtig ist, nur einmal pro CD/Album. Und nur, wenn sich %albumsort% und/oder %subtitle% innerhalb einer CD-Nummer ändern, wird eine neue Zeile gebildet.
Dazu hat die Liste den Vorteil, dass die Datei auf meinem zweiten Monitor öffnen kann. Bei Feststellen einer Differenz hole ich mir dort die %discnumber% in den Zwischenspeicher und fülle ihn in den Filter %discnumber% HAS .
Nein, es gibt eine neue Zeile für jeden Datensatz, der anders ist.
Wenn es ein anderes Album ist, wird sich der Text in größerem Umfang unterscheiden, wenn es vermeintlich dasselbe Album ist (was es nicht ist, zumindest von den Daten her), dann wir der Unterschied nicht groß sein.
Wenn du den Export entsprechend geschickt definierst, kannst du gleich einen FIlterausdruck erzeugen und den per Kopieren&Einfügen in MP3tag übernehmen.
Ich habe bei dem Ablauf jetzt noch nicht verstanden, wo denn das Suchen und Springen einsetzt.
Ich meine, dass mit V3.26d eine Funktion zum Durchsuchen der aktuell sichtbaren Dateien implementiert wurde. Damit müsste man auch zu einzelnen Dateien springen können.
Das ist genau die Funktion, die ich mir gewünscht habe. Ich habe sie in der letzten Nacht in den unterschiedlichsten Situationen getestet und für toll befunden!
Nicht mit Screenshots! Aber ein schönes Beispiel des möglichen Einsatzes.
Es ist unglaublich, wieviele Datenfehler (falsche Schreibweise usw.) ich in den letzten zwei Tagen auf einfachste Art und Weise korrigieren konnte. Seit es die Möglichkeiten gibt, Listen mit gültigen Werten für bestimmte Felder anzulegen, nutze ich diese Chance, einheitliche Daten zu haben. Zur Zeit erstelle/bearbeite ich diese Listen. Dazu hole ich mir die bereits vorhandenen Inhalte mit z. B.
und untersuche diese Liste auf fehlerhafte Einträge. Wenn sinnvoll, beschränke ich den Bestand mit Hilfe eines Filters, z. B.
NOT %conductor% IS ""
Nun kann ich mit Strg+F das Filterfenster öffnen und auf den 2. Monitor schieben.
Entdecke ich nun z. B. zwei Zeilen in der Liste "-- Werk-Dirigenten VZ (conductor).txt", in der der Dirigentenname unterschiedlich geschrieben ist, suche ich mit dem ungültigen Namen, markiere mit Strg+A, meistens alle, manchmal auch nur die relevanten Zeilen. Diese Markierung wirkt sich auf die Spaltenanzeige aus, auch wenn man nicht alle sehen kann.
Nun kann ich im Panel die Korrektur vornehmen, ggfs. noch Aktionen aufrufen, die die Werte abhängiger Felder anpasst.
Luxus ist, zur Kontrolle noch einmal die Taste "Suchen" anzutippen und auf ein leeres Fenster hoffen .
Dies ist nur ein Beispiel für die unzähligen Möglichkeiten, die ich in den letzten zwei Tagen genutzt habe. Diese neue Funktion hat mir schon jetzt Wochen Arbeit erspart.
Übrigens noch eine persönliche Bitte: ich möchte nicht geduzt werden!