Meine Vorgehensweise, die sich über Jahre herausgebildet hat, kennt aus Gründen der Übersichtlichkeit mehrere Stufen der Bearbeitung. Bei diesen Stufen verschiebe ich nach getaner Tat die Dateien mehrmals in anderen Bearbeitungsordner, bis er reif für die endgültige Sammlung ist.
Nur kurz etwas vereinfacht und verkürzt zum Verständnis:
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Stufe:
Dateien haben keine Tags (oder nur rudimentäre) und auch nicht immer "sprechenden Namen", können also beispielsweise für ein Album einfach auch von 1.mp3 bis 15.mp3 durchnummeriert sein.
In dieser Stufe werden die zu einem Album gehörigen Dateien markiert und über eine Websource bestückt, anschließend über eine Aktionsgruppe in den Ordner der 2. Stufe verschoben und gleichzeitig der Dateiname zur besseren Übersichtlichkeit anhand der Tags ($num(%track%,2) - %artist% - %title%) festgelegt.
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Stufe:
Durchsicht, was die Websource an Ungereimtheiten verbrochen hat und Änderung verschiedener Sachen bei den Tags nach meinen Vorstellungen, z.B. "feat. ..." vom Titel in den artist-tag, Tracknummerieung bei mehreren CDs nach physischen Medien statt durchgehend, Ermitten des tatsächlichen Erscheinungsjahres, Ändern des Genres usw.
Dann Suchen nach Album-Covern durch AAD (Front, Back, CD. Booklets usw.) und Speicher eines 800x800-großen Frontcovers in die Tags, das mit einer Aktionsgruppe geschieht, die auch u.a. eine Neubennenung des Dateinamens beinhaltet, die aufgrund der vorgenommenen Änderungen erfolgt.
Anschließend Verschiebung in eine neuen Bearbeitungsordner.
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Stufe:
Automatisiertes Suchen nach Lyrics über Mediamonkey und dessen Script Lyricator.
Durchsicht der gefundenen Lyricsergebnisse und weitere Online-Recherchen nach Lyrics, die per C&P gespeichert werden.
Anschließend Verschieben des kompletten Album-Ordners durch eine Aktionsgruppe, die auch weitere kleinere Bereinigungen vornimmt in den endgültigen Bestimmungsordner.
Die entsprechenden Files hat MP3Tag bereits in der 1. Stufe in die Datenbank eingelesen. Danach werden diese Dateien dann in den weiteren Stufen mehrmals durch Erweiterung und Änderung der Tags und teilweise des Dateinamens verändert und zudem noch verschoben, was MP3Tag bei seiner Datenbanklösung alles nachhalten muss.
Die Verschiebung erfolgt teilweise durch eine Tagfeld-Formatieren Aktion des Tagfeldes _DIRECTORY, was erforderlich ist, da auch Nichtmusikdateien im Ordner mit verschoben werden sollen.
Anscheinend werden meine festgestellten Abstürze und Probleme wohl durch eine Inkonsistenz zwischen Datenbank und Dateien hervorgerufen, wahrscheinlich weil ein Tagfeld-Formatieren von _DIRECTORY - wie Florian schrieb - nicht berücksichtigt wird.
Mp3Tag ist sehr flexibel und erlaubt die unterschiedlichsten persönlichen Herangehensweisen bei der Bearbeitung. Neben Usern die gerne ihren ganzen Datenbestand einlesen und daran herumdoktern, gibt es halt auch User wie mich, die sich für ein häppchenweises Vorgehen entschlossen haben, nicht zuletzt auch mit beeinflusst durch die bisherigen Performance- und Speicherprobleme.
Ich sehe bei einer Datenbanklösung, die natürlich viele Vorteile bietet, die grundsätzliche Problematik alles konsistent zu halten und auch Abstürze von Programm und Betriebssystem auszuhalten.
In dem Bereich, den ich kenne (Mediamonkey, Subsonic) kommt es immer wieder mal zu Konsistenzproblemen.
Bei der überwiegenden täglichen Arbeit, in der ich allenfalls um die 1000 Dateien (meistens viel weniger) in MP3Tag lade, sehe ich keinen Vorteil in der Datenbanklösung. Vereinzelte Aufgaben wiederum erfordern das Laden des gesamten Datenbestandes und sind ohne Datenbanklösung einfach nicht wirklich praktikabel.
Bedenken habe ich gegen eine grundsätzliche Datenbanklösung, bei der MP3Tag alles was es denn in der alltäglichen Aufarbeitungsphase aus den verschiedensten Ordnern lädt, ständig bei Verschiebungen, Änderungen oder auch geduldeten Duplikaten oder Symlinks nachhalten und "umbuchen" muss, bis eine Datei ihren vorläufig endgültigen Bearbeitungszustand und Ort erreicht hat.
Für mich persönlich wäre daher eine Options-Lösung am besten, bei der ich wählen könnte, ob ich mich im alltäglichen häppchenweisen Bearbeitungsmodus befinde und auf das Speichern in der Datenbank verzichte, oder ob ich mich einer Aufgabe widme, bei der die Nutzung der Datenbank sinnvoll wäre. Ich sehe aber auch, dass eine solche Variationsmöglichkeit womöglich neue Nutzer zunächst mal verwirrt und vielleicht überfordert.
Wenn das Verlassen des Betastadiums nur aufgrund der nicht endgültig ausgetesteten neuen Datenbankfunktionen nicht möglich ist, könnten natürlich auch sonstige Bugfixes aufgehalten werden bis wieder eine Stable-Version herausgegeben wird.
Vielleicht sollte Florian das daher irgendwie trennen in Versionslevel, denn es hadelt sich ja doch um einen größeren Einschnitt:
Zum einen die neue Datenbankversion beginnend mit Version 3 und für einige Zeit parallel weiterhin die Version 2 mit nur dringend erforderlichen Bugfixes für Bugs, die irgendwann mal festgestellt werden.
Alternativ böte sich eine Option in MP3Tag, die da heißen könnte:
"Aktivieren der experimentellen Datenbankfunktion" mit entsprechenden Wanrungshinweisen an.
Zuletzt aber das überfällige Lob an Florian, dass der sich dieser doch umfassenden neuen Herausforderung widmet. 